SAMARA, NOVEMBER 2011

GRÜNDUNGS- UND ORGANISATIONSSEMINAR

Das Organisations- und Organisationsseminar, das am 16. und 17. November 2011 in Samara an der Wolga stattfand, stand unter dem Vorsitz der beiden Schirmherren des Sozialforums, den Leitern der AG „Zivilgesellschaft“ des Petersburger Dialogs Dr. Ernst-Jörg von Studnitz (Deutscher Botschafter in Russland a.D.) und Prof. Michail Fedotov (Berater des Russischen Präsidenten und Vorsitzender des Rates beim Russischen Präsidenten für Zivilgesellschaft und Menschenrechte). Wesentliche Beiträge kamen von den Menschenrechtsbeauftragten Tatjana Margolina und Irina Skupowa (Gebiete Perm und Samara). Dreiundzwanzig ausgewiesene deutsche und russische Fachleute, die sich mit praktischer Sozialarbeit befassen, vertraten soziale Nichtregierungsorganisationen, städtische und staatliche soziale Strukturen und die Abteilung für soziale Dienste der Orthodoxen Kirche, die an der St.-Tichons-Universität die ersten Ausbildungsgänge zum Sozialarbeiter in Russland einrichten möchte. Der erste Sitzungstag fand in der Gebietsduma statt, in die Vertreter örtlicher sozial orientierter Wirtschaftsunternehmen, der Gefängnisverwaltung, sozialer NGOs und von Elternverbänden als Gäste geladen waren.

Die Anwesenden verabschiedeten zunächst das Konzept des Sozialforums, das als Organisationsform ein breites Netzwerk für alle Interessenten ohne Gründung einer juristischen Person vorsieht. Die Aktivitäten werden von beiden Schirmherren und je drei deutschen und russischen Initiatoren des Sozialforums gelenkt und sollen über eine Internetplattform organisiert werden. Diese soll vor allem dem Erfahrungsaustausch über die Grenzen hinweg dienen. Ziel aller Aktivitäten ist die laufende Verbesserung des Dienstes am konkreten hilflosen, benachteiligten oder ausgegrenzten Menschen, den soziale NGOs und staatliche Dienste leisten. Im Mittelpunkt der gesamten Arbeit des Sozialforums steht der Mensch. Tatjana Margolina hob hervor, dass dieser Ansatz − Im Zentrum der Mensch − das Sozialforum aus den Bestrebungen aller übrigen ähnlichen Vereinigungen in Russland heraushebe.

Die Teilnehmer berichteten über den Beitrag ihrer Einrichtungen zur Lösung brennender sozialer Probleme, zu denen es zusätzlich acht Fachvorträge gab. Es wurde beschlossen, folgende Themen aufzugreifen und durch Fachveranstaltungen zu vertiefen:

  • Förderung der inklusiven Bildung
  • Resozialisierung jugendlicher Strafentlassener
  • Opfer des Nationalsozialismus
  • deutsch-russische Kooperation zur Ausbildung von Sozialarbeitern in Russland

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